Austausch zur Braunkohleverstromung

Pulheim, 26. Januar 2010. Beim zweiten Treffen des Nachbarschaftsforums Niederaußem ging es um die Technik der Braunkohleverstromung und den Zusammenhang zum Klimaschutz. Dazu ließen sich die Mitglieder des Forums von einem Vertreter der RWE Power AG einige Fakten präsentieren und tauschten sich dazu kontrovers aus. Im Mittelpunkt standen dabei die folgenden Fragen: Wie hängen Effizienzsteigerung und CO2-Minderung zusammen? Welche Wege werden beschritten, um neue Technologien zur Stromerzeugung zu nutzen?

Dr. Armin Eichholz, RWE Power AG erläuterte zunächst die unterschiedlichen Technologien zur Stromerzeugung. Er machte deutlich, dass die Effizienzsteigerung ein wesentlicher Beitrag zu einer größeren Umweltverträglichkeit der Braunkohlenverstromung sei. Er beschrieb verschiedene Eckpunkte zur Effizienzsteigerung am Standort Niederaußem: u.a. Modernisierung der Turbinen und Kondensatoren sowie die Erneuerung der Elektro- und Leittechnik. Zudem sei der Kohleverbrauch und der CO2-Ausstoß durch den Einsatz der BoA (Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik) geringer. Durch BoA sei es möglich, deutlich effizienter Strom zu erzeugen. In der Diskussion interessierte die Teilnehmer des Forums u.a. der Zusammenhang zwischen der weltweit verfeuerten Kohlemenge und dem Klimaschutz. Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Menge der verfeuerten Kohle zu verringern sei, um den Klimaschutz weiter zu verstärken. Nur so könne auch der CO2-Ausstoß verringert werden.

In der Diskussion verdeutlichten die Teilnehmer, dass die Menschen vor Ort direkt von den Schadstoffen des Kraftwerks Niederaußem betroffen seien, auch wenn zwischen den unterschiedlichen Schadstoffen differenziert werden müsse. Man müsse sich bei den nächsten Treffen dazu austauschen, wie die Luftschadstoffe und Verschattung die Region belasten.

Fragen richteten sich auch auf die Beteiligung von RWE an dem geplanten Verbundnetz für die Off-Shore Windkraftanlagen. Dazu erläuterte RWE die Vielfalt der Beteiligung an unterschiedlichen Formen der Energieerzeugung: Es sollen verschiedene Optionen einbezogen werden. Der Einsatz fossiler Brennstoffe sei als Übergang notwendig, aber in verbesserten und modernisierten Kraftwerksanlagen. Kohlestrom sei aus Sicht von RWE Power ein wichtiger Bestandteil im Energiemix der Zukunft, der zur Sicherung der Arbeitsplätze beitrage.

In seiner nächsten Sitzung möchte sich das Nachbarschaftsforum zum Stand 2010 der unternehmerischen Planungen des Unternehmens am Standort Niederaußem austauschen.