Wirtschaftliche Auswirkungen

            

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist zugleich eine Herausforderung und Chance. Dies betonten Heinz Weifels und Boris Linden von der Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH (IRR) in Ihrer Präsentation beim 24. Nachbarschaftsforum Niederaußem. Das Revier könne sich zu einer Modellregion entwickeln. Ein 2015 gestarteter Ideenwettbewerb brachte beeindruckende 75 Modellprojekt-Ideen hervor, die weiter verfolgt werden. Diese umfassen unter anderem Bereiche wie lokale und regionale Energieversorgung der Zukunft, klimagerechte Dorf-, Stadt-, Regional und Gewerbeflächenentwicklung sowie Rekultivierung und sanften Tourismus.

Welchen Beitrag leistet RWE für die Zukunft der Innovationsregion Rheinisches Revier? Einen Einblick in das vielseitige Engagement des Konzerns gab Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung bei RWE, in seiner Präsentation im Rahmen des 24. Nachbarschaftsforums Niederaußem. In die regionalen Projekte der Innovationsregion Rheinisches Revier bringe RWE Expertise im Energiebereich, in der Flächenentwicklung und Rekultivierung mit ein. Besonderes Gewicht werde auch der Ausbildung von derzeit über 430 jungen Menschen in zahlreichen Ausbildungsberufen beigemessen.

Auf der 21. Sitzung des Forums informierte Tilman Bechthold die Forumsmitglieder über das Beschaffungsvolumen für Materialien und Dienstleistungen von RWE, das 2014 rund 2,8 Milliarden Euro betrug, etwa 29 Prozent davon (über 800 Millionen) im rheinischen Revier. RWE bemüht sich darum, dass möglichst viele Firmen aus dem Umfeld der RWE-Standorte für das Unternehmen arbeiten. Eine Internetplattform informiert Firmen der Umgebung über aktuelle Vergaben (zur Präsentation).

Mit dem Strukturwandel im Rheinischen Revier hat sich das Nachbarschaftsforum in seiner dreizehnten Sitzung befasst. Zu Gast war Dr. Benno Esser von der Geschäftsstelle "Innovationsregion Rheinisches Revier". Esser erläuterte in seinem Vortrag, was unter dem Strukturwandel im Rheinischen Revier zu verstehen ist und welche Ansatzpunkte für dessen Gestaltung gegeben sind, wenn die Braunkohle an Bedeutung verliert. Wichtig für die Region seien insbesondere der wirtschaftliche Strukturwandel und die Frage, wie künftig Arbeitsplätze gesichert werden können. Esser stellte zudem die Geschäftsstelle und ihre Arbeitsgruppen vor.

Mit dem Arbeitsmarkt in der Region hat sich das Nachbarschaftsforum bei seiner zwölften Sitzung befasst. Dazu gab Thorsten Zimmermann, Leiter der Zweigstelle Rhein-Erft der Industrie- und Handelskammer zu  Köln, einen Überblick über die Energiewirtschaft als Standortfaktor im Rhein-Erft-Kreis. Auf die Bedeutung von RWE für den heimischen Arbeitsmarkt ging Jörg Kerlen von RWE Power in seinem Vortrag ein.

Über RWE als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in der Region informierte Hermann-Harald Könen, Betriebsrat RWE, beim vierten Treffen. Außerdem berichtete Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, über die Mitarbeiter in den Betrieben der RWE Power am Standort Niederaußem und erläuterte die Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen in der Region (zur Präsentation)