Standort

            

Welche Tagebaue gibt es im rheinischen Revier? Wie sehen die Genehmigungsverfahren aus? Welche Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung gibt es – und welche werden angewendet? Zu diesen Fragen hatte das Nachbarschaftsforum Niederaußem in seiner 19. Sitzung Hendrik Stemann eingeladen, Referent Tagebauplanung bei RWE Power. Sein Fazit: Die rheinische Braunkohlenlagerstätte sei – auch im internationalen Vergleich – beachtlich, die genehmigte Lagerstätte bilde eine sehr gute Basis für eine wirtschaftliche Braunkohle-Gewinnung und -Nutzung. (zur Präsentation)

Über die Kraftwerksreststoffdeponie informierten sich die Forumsmitglieder bei der zwölften Sitzung. Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, erläuterte, welche Stoffe auf der Deponie gelagert werden. Außerdem zeigte er anhand einer Grafik, wie sich die Deponie in Richtung Wiedenfelder Höhe entwickele. Im Rahmen der dreizehnten Sitzung wurden weitere offene Fragen beantwortet. So griff Bechthold die Herkunft des angelieferten Materials auf und zeigte die Lage der Staubmesspunkte in Niederaußem. Oliver Röggener von RWE Power skizzierte zudem den Standort der Deponie auf wasserundurchlässigem Tongemisch. (zur Präsentation)

Auf die Verkehrssituation in Niederaußem ging Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks, bei der zwölften Sitzung ein. Dazu erläuterte er in seinem Vortrag beispielhaft anhand von vier ausgewählten Messstellen die Verkehrssituation in Niederaußem am südlichen und nördlichen Ortseingang, an der Oberaußemer Straße und an der Werkstraße.

Die Lärmbelastung durch den Eisenbahnbetrieb der RWE Power AG schilderte Wolfgang Sewelies vom Bürgerverein St. Florian 1991 e.V. Auenheim bei der elften Sitzung. Ralf Czense, Ortsbürgermeister von Auenheim, ergänzte, auch der Staub beim Transport der Kohle sei ein Problem. Einen Überblick über die Zahl der Transporte und Maßnahmen zum Lärmschutz gab Oliver Röggener von der RWE Power AG. Ergänzend griff Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, in der zwölften Sitzung die Fragen der Forumsteilnehmer auf und ging unter anderem auf den Bahnhof Niederaußem ein. Dort hatten sich einige Anwohner an das Forum und RWE Power gewandt, da sie den Eindruck hatten, dass der Zugverkehr im vergangenen Jahr zugenommen habe. Kraftwerksleiter Bechthold verwies darauf, dass die erwähnte Strecke vor allem von anderen Eisenbahnunternehmen genutzt werde. Er versicherte jedoch, der Anfrage nachzugehen und die entsprechenden Zuständigkeiten zu prüfen.
In der dreizehnten Sitzung informierte Oliver Röggener die Forumsmitglieder über ein Gespräch mit der örtlichen Interessengemeinschaft, in dessen Rahmen man gemeinsam die aktuelle Lärmbelastung betrachtet habe. Röggener betonte, dass die Ergebnisse einer von der Bezirksregierung Arnsberg durchgeführten Langzeitmessung belegen, dass die gemessenen Werte deutlich unter den Grenzwerten der Immissionsschutzverordnung lägen. Im Rahmen des Gespräches habe man verschiedene, ergänzende Maßnahmen von Seiten RWE Power angeboten; für Ende des Jahres ist ein weiteres Treffen mit den Anwohnern geplant, um dann die aktuelle Lage zu prüfen.

Die Umweltauswirkungen der Kraftwerkserneuerung auf die Umgebung betrachtete Dr. Hans-Peter Schiffer von der RWE Power AG. Dazu gab er bei der zehnten Sitzung einen Überblick zu den Emissionen des Kraftwerks Niederaußem und den geplanten technischen Neuerungen durch das Projekt BoAplus. Als Vorteile der geplanten Kraftwerkserneuerung nannte Dr. Jürgen Altenburg von der RWE Power AG insbesondere einen geringeren Kohleverbrauch, niedrigere Kohlendioxid-Emissionen und einen geringeren Ausstoß weiterer Luftschadstoffe. Außerdem wies er in seinem Vortrag bei der elften Forumssitzung auf den geplanten Hybridkühlturm und die Stilllegung alter Kraftwerksblöcke hin. Darüber hinaus verglich Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, in seiner Präsentation beim zwölften Treffen die Mittelwerte der Emissionen am Standort mit den genehmigten Werten.

Die Planungen zu BoAplus, einem neuen Kraftwerksblock am Standort Niederaußem, hat  Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG, bei der neunten Sitzung vorgestellt. In seinem Vortrag erläuterte Lambertz, wie der neue Kraftwerksblock aussehen soll. Der Vorstandsvorsitzende begrüßte die Gelegenheit zum Austausch und stellte sich den Fragen der Forumsmitglieder.

Die Standortwahl für das Projekt BoAplus erläuterte Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, bei der zehnten Forumssitzung. In seinem Vortrag ging er auf die Kriterien ein und verglich die Bedingungen an den Standorten Niederaußem, Frimmersdorf und Neurath.

Über den aktuellen Stand im Genehmigungsverfahren zu BoAplus informierte Dr. Hans-Peter Schiffer von der RWE Power AG die Forumsmitglieder in der dreizehnten Sitzung. Der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln hatte der Bezirksregierung zuvor den Auftrag erteilt, die weiteren Schritte zur Änderung des Regionalplans einzuleiten. In seinem Vortrag erläuterte Dr. Schiffer die nächsten Schritte, darunter die Offenlegung der Unterlagen.

Zum Rückbau abgeschalteter Kraftwerksteile präsentierte Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, in der dreizehnten Sitzung Planungen dazu, welche Rückbaumaßnahmen erfolgen würden, wenn BoAplus gebaut werden würde. Die konkrete Zusage im Regionalrat laute, dass RWE Power in drei wesentlich sichtbaren Bereichen im Kraftwerk Niederaußem zurückbauen werde, erläuterte der Kraftwerksleiter. Dazu zählen der ebenerdige Rückbau des Kamins West, der ebenerdige Rückbau von fünf im südlichen Teil des Kraftwerks gelegenen Kühltürmen sowie eines Grabenbunkers.

Mit Emissionen und Immissionen rund um den Kraftwerksstandort hat sich das Nachbarschaftsforum in der achten Sitzung  beschäftigt. Tilman Bechthold, Leiter des Kraftwerks Niederaußem, gab einen Überblick zu Emissionen, die beim Betrieb des Kraftwerks entstehen. Dr. Klaus Vogt vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW erläuterte in seinem Bericht die Immissionen im Rheinischen Braunkohlerevier. Außerdem betrachtete Professor Thomas Eikmann vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen in einem Vortrag gesundheitliche Auswirkungen.

Mit dem Zusammenhang von Landwirtschaft und Verschattung im Umfeld von Kohlekraftwerken befasste sich das Forum bei der siebten Sitzung. Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann vom Deutschen Wetterdienst gab einen Überblick zu Messungen im Umkreis der Kraftwerke Niederaußem und Neurath. Der ackerbauliche Berater Dr. Johann Frahm analysierte in seinem Vortrag mögliche Auswirkungen von Kühlturmschwaden, während Dr. Willi Kremer-Schillings in seinem Bericht die landwirtschaftliche Perspektive erläuterte.

Über den ökologischen Ausgleich für die Baustelleneinrichtungsfläche BoA1 Niederaußem sprach das Forum beim siebten Treffen. Dr. Hans-Peter Schiffer, RWE Power AG, erläuterte die bereits vorgenommene und noch umzusetzende Kompensation (zur Präsentation).

Einen Einblick in das Kraftwerk Niederaußem bekamen die Forumsmitglieder beim sechsten Treffen. Zahlreiche Teilnehmer der Forumssitzung nutzten die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang das Werk und seine Technik von Tilman Bechthold, dem Leiter des Kraftwerks, zeigen zu lassen.  

Über die Wassergebühren des Kraftwerks Niederaußem informierte Dr. Hans-Peter Schiffer, RWE Power AG, beim vierten Treffen. Dazu gab er einen Überblick zu den Gebühren des Jahres 2009.

Die Parameter unternehmerischer Entscheidungen waren Thema bei der dritten Sitzung des Nachbarschaftsforums. Laut Dr. Hans-Peter Schiffer, RWE Power AG, müssen dabei generelle Bedingungen berücksichtigt werden, darunter Markt, Technik oder gesetzliche Anforderungen. Daneben seien aber auch die Spezifika vor Ort bei den Planungen in Niederaußem zu beachten (zur Präsentation).

Zum Kohleeinsatz im Kraftwerk Niederaußem und im Rheinischen Braunkohlerevier nahm Dr. Ruth Hausmann, Bürgerinitiative Big BEN, bei der dritten Sitzung Stellung. Außerdem stellte sie die Ziele der Bürgerinitiative vor (zur Präsentation).

Zu den Bedingungen am Standort haben sich die Mitglieder des Nachbarschaftsforums ausgetauscht. Dazu ließen sie sich von der RWE Power AG in der ersten Sitzung die wesentlichen Fakten rund um das Braunkohlekraftwerk Niederaußem präsentieren (zur Kurzvorstellung des Standorts).